SVP Frauenfeld fasst Parolen und nominiert Stadtratskandidaten
Ausserordentliche Parteiversammlung mit klaren Positionen zu den städtischen Vorlagen und einstimmiger Nomination für die Stadtratswahlen 2027.

An der ausserordentlichen Parteiversammlung der SVP Frauenfeld standen die städtischen Abstimmungsvorlagen sowie die bevorstehenden Stadtratswahlen im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Parteipräsidentin Lisa Badertscher diskutierten die Mitglieder die verschiedenen Geschäfte und fassten die entsprechenden Parolen. Die Begrüssung erfolgte durch Vorstandsmitglied Hampi Gubler.
Nein zum neuen Energiefondsreglement
Als erste Vorlage wurde die Totalrevision des Reglements über den Fonds für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (Energiefondsreglement) behandelt. Die Vorlage wurde den Mitgliedern durch Stefan Vontobel vorgestellt und anschliessend eingehend diskutiert.
Die SVP Frauenfeld steht der Totalrevision kritisch gegenüber. Aus Sicht der Partei werden mit dem vorgesehenen Fonds zusätzliche finanzielle Mittel gebunden, ohne dass für sämtliche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ein entsprechender Nutzen gewährleistet ist. Nach der Diskussion fasste die Versammlung einstimmig die Nein-Parole.
Ja zum Landkauf für Werkhof und Stadtbusdepot
Bei der zweiten Vorlage ging es um den Kredit für den Kauf der Parzellen 61492 und 61488 für den geplanten Neubau des Werkhofs und des Stadtbusdepots. Die Vorlage wurde den Mitgliedern durch Nik Briner vorgestellt.
Die SVP Frauenfeld unterstützt den Erwerb der beiden Parzellen und fasste hierzu die Ja-Parole. Die Partei anerkennt grundsätzlich die Notwendigkeit, für die städtischen Betriebe langfristig geeignete und zweckmässige Infrastrukturen bereitzustellen.
Ja zum Planungs- und Projektierungskredit
Beim Planungs- und Projektierungskredit für den Neubau des Werkhofs, des Stadtbusdepots und deren Erschliessung folgte eine engagierte und kontroverse Diskussion.
Die Mitglieder waren sich grundsätzlich einig, dass der bestehende Werkhof und das Stadtbusdepot zeitnah ersetzt werden müssen und die Stadt deshalb die notwendigen Schritte für eine neue Infrastruktur einleiten soll. Ein weiteres Zuwarten würde die notwendige Erneuerung lediglich hinauszögern.
Gleichzeitig wurden auch kritische Punkte hinsichtlich der weiteren Projektentwicklung und der Kosten diskutiert. Insbesondere wurde die Frage aufgeworfen, wie die Mitsprache von Parlament und Bevölkerung im weiteren Planungsprozess sichergestellt werden kann.
Nach Abwägung der verschiedenen Argumente kam die Versammlung zum Schluss, dass die Notwendigkeit eines zeitnahen Ersatzes von Werkhof und Stadtbusdepot überwiegt. Die SVP Frauenfeld fasste deshalb knapp die Ja-Parole zum Planungs- und Projektierungskredit.
Die Partei erwartet, dass die weiteren Planungsschritte transparent, wirtschaftlich und kostenbewusst erfolgen und Parlament sowie Bevölkerung bei den weiteren Entscheiden angemessen einbezogen werden.
Einstimmige Nomination von Stefan Zahn für die Stadtratswahlen 2027
Zum Abschluss der Parteiversammlung stand die Nomination für die Stadtratswahlen vom 28. Februar 2027 auf dem Programm. Die SVP Frauenfeld präsentierte Stefan Zahn als ihren Kandidaten für den Stadtrat.
Die Versammlung zeigte sich vom vorgestellten Kandidaten überzeugt. In der anschliessenden Abstimmung wurde Stefan Zahn einstimmig und unter grossem Applaus für die Stadtratswahlen nominiert.
Damit steigt die SVP Frauenfeld mit einem klaren personellen Angebot in die Gesamterneuerungswahlen ein. Mit der Nomination unterstreicht die Partei ihren Anspruch, die Zukunft der Stadt Frauenfeld aktiv mitzugestalten und im Stadtrat wieder eine angemessene bürgerliche Vertretung sicherzustellen.
Die SVP Frauenfeld blickt mit Zuversicht auf die kommenden Monate und den Wahltermin vom 28. Februar 2027.
SVP Frauenfeld